Impressionen Woche des Gehirns 2026

Brain Week Bern - 16. bis 19. März 2026 

Thema: Das menschliche Gehirn im digitalen Wandel.

Auch in diesem Jahr zog die Brain Awareness Week in Bern ein breites und interessiertes Publikum an. Unter dem Motto „Das menschliche Gehirn im digitalen Wandel“ wurden spannende Vorträge und anregende Diskussionen über den Einfluss der digitalen Welt auf das Gehirn gehalten, sowie zur Rolle der Künstlichen Intelligenz in der Hirnforschung.

Das Programm bot eine gelungene Mischung aus öffentlichen Vorträgen, einer Filmvorführung, der CNB Researchers’ Night sowie einer Podiumsdiskussion. Unser herzlicher Dank gilt allen Referent:innen, Sponsor:innen und Teilnehmenden!

Montag, 16. März 2026

Moderation: Prof. Dr. Maria Stein

«Künstliche Intelligenz – digitale Helfer für die Neurologie und Psychiatrie»

Prof. Dr. Tobias Nef eröffnete den Abend mit einem Vortrag zur Künstlichen Intelligenz in der Forschung. Er zeigte auf, wie Künstliche Intelligenz die Forschung bei Parkinson fördern kann oder wie man den Arbeitsalltag in der Pflege mit Tools der Künstlichen Intelligenz unterstützen kann.

«Risiko oder Ressource? Smartphones und psychische Gesund heit von Kindern und Jugendlichen»

Prof. Dr. Marialuisa Cavelti erläuterte den Einfluss von Smartphones und sozialen Medien auf Kinder und Jugendliche sowie deren psychischen Gesundheit. Dabei betonte sie, dass die Effekte stark von den Nutzungsinhalten und -verhalten abhängig sind. Zudem stellte sie einige Forschungsprojekte zur Prävention und Behandlung vor und hob hervor, dass weitere Forschung nötig ist, um das Potential vollständig auszuschöpfen.

Dienstag, 17. März 2026

Moderation: Prof. Dr. Jessica Peter

«Wenn Wissen durch KI lebendig wird: Was kommt nach Lernen mit Lehrbüchern oder PDFs?»

Prof. Dr. Andreas Raabe zeigte auf, wie die Digitalisierung zu einer kaum überschaubaren Informationsflut in der Wissenschaft geführt hat. Er betonte, wie die Künstliche Intelligenz künftig eine zentrale Rolle dabei spielen wird, relevante Informationen zu filtern, Wissen zu strukturieren und personalisiert bereitzustellen. 

Weitere Impressionen: Wenn Wissen lebendig wird: Wie KI das Lernen verändert

«Vom Code zum Heilmittel: Die Rolle der KI in der modernen Medikamentenentwicklung»

Prof. Dr. Benjamin Ineichen erläuterte in seinem Vortrag die Rolle der Tierforschung in der Medikamentenentwicklung und ging auf bestehende Herausforderungen in diesem Bereich ein. Er zeigte auf, wie künstliche Intelligenz dazu beitragen kann die Medikamentenentwicklung evidenzbasierter und effizienter zu gestalten.

Mittwoch, 18. März 2026

Filmabend – cineMovie
Die Vorführung des Films „Metropolis“ beeindruckte viele Besucher:innen. Die Geschichte regte unter der Moderation von Prof. Dr. Thomas König zu Gesprächen über aktuelle Fragen an und zeigte wie wichtig ein bewusster Umgang mit dem digitalen Wandel ist, damit der Mensch nicht seine Selbstbestimmung und soziale Verantwortung verliert. 

CNB Researchers’ Night – vonRoll
Am selben Abend fand die CNB Researchers’ Night statt, bei der Nachwuchsforschende und Studierende ihre Projekte präsentierten. In lockerem Rahmen bei Apéro und Austausch zeigte sich die Vielfalt und Innovationskraft unterschiedlicher Forschungsgruppen.

Donnerstag, 19. März 2026

Podiumsdiskussion: „Mythen und Wahrheiten“
Moderation: Prof. Dr. Tobias Nef

Teilnehmende:
Prof. Dr. Jessica Peter, Prof. Dr. Urs Fischer, Dr. Gabriela Oesch Nemeth, Prof. Dr. Patrick Küry, Dr. Cecilia Friedrichs-Maeder

Der letzte Abend der Brain Awareness Week 2026 bot ein besonderes Highlight: Eine spannende und faktenbasierte Podiumsdiskussion, die sich ganz den populärsten Irrtümern rund um neurologische Erkrankungen widmete. Unter der Moderation von Prof. Dr. Tobias Nef diskutierten fünf Expert:innen mit dem Publikum über vermeintliche Wahrheiten – und was die Wissenschaft tatsächlich dazu sagt.

Prof. Dr. Jessica Peter stellte den Mythos „Alzheimer ist unvermeidlich, wenn das Gedächtnis nachlässt – oder nicht?“ auf den Prüfstand und erklärte den Unterschied zwischen normalem Vergessen und Warnzeichen für Alzheimer.

Prof. Dr. Urs Fischer erläuterte die Aussage Schicksalsschlag Schlaganfall: Was wir selbst in der Hand haben. und erklärte die Symptome, Risikofaktoren sowie die Behandlung eines Schlaganfalls.

Dr. Gabriela Oesch Nemeth widmete sich dem Mythos Kinder kriegen keinen Schlaganfall – oder doch? und zeigte auf, dass Schlaganfälle bei Kindern vorkommen können, jedoch selten sind und sich im Vergleich zu Erwachsenen unterscheiden können.

Prof. Dr. Patrick Küry befasste sich mit der Frage MS-Grundlagenforschung: Nutzlose Theorie oder Schlüssel zur Therapie?und betonte die zentrale Bedeutung der Grundlagen- und translationalen Forschung, um neue therapeutische Ansätze zu entwickeln.

Abschliessend klärte Dr. Cecilia Friedrichs-Maeder die Frage Epilepsiechirurgie: Gefährliches Wagnis oder Weg zurück ins Leben? und zeigte, dass operative Eingriffe bei Epilepsie zwar mit Risiken verbunden sind, für ausgewählte Patientinnen und Patienten jedoch eine große Chance auf eine deutliche Lebensverbesserung darstellen können.

Die Diskussion war ein gelungener Abschluss der Woche – mit viel Raum für Aha-Momente, Publikumsfragen und lebendigen Austausch.

SAVE THE DATE!

Wir danken allen Referent:innen, Organisator:innen und insbesondere unseren Sponsor:innen, SSN, Roche, Cerebral - Schweizerische Stiftung für das cerebral gelähmte Kind, Demenz Forschung - Stiftung Synapsis Schweiz und Wurzelflug, herzlich für ihre Unterstützung!

Die nächste Brain Week findet vom 15. bis 18. März 2027 statt.

Mehr Informationen unter: www.brainweekbern.ch